Bergungstaucher

In Abstimmung mit der Städteregion Ehingen hält der THW Ortsverband Ehingen seit 1975 eine Bergungstauchereinheit im Rahmen der Gefahrenabwehr für Einsätze und Hilfeleistungen im Gebiet von Stadt und Alb-Donau-Kreis vor.

Aufgaben

Die THW-BergungstaucherInnen werden in erster Linie auf Anforderung der örtlichen Feuerwehren im Rahmen der Gefahrenabwehr tätig. Im Rahmen der Amtshilfe werden jedoch auch häufig Unterstützungseinsätze für die Polizei und andere Dienststellen im Bereich der Erkundung und Objektsuche geleistet.

Einsatzoptionen

  • Suchen nach vermissten Personen und Gegenständen
  • Bergung von verunglückten Personen
  • Bergung von Fahrzeugen und Gegenständen
  • Sichern von Einsatzstellen am Wasser
  • Durchführung von technischen Hilfeleistungen im Wasser
  • filmische Dokumentation unter Wasser
  • Mitwirkung beim Hochwasserschutz
  • Mitwirkung beim Umwelt- und Gewässerschutz

Für die verschiedenen Einsatzoptionen steht den TaucherInnen des Ortsverbandes Ehingen modernste Technik zur Verfügung.

Ausbildung

Nach der allgemeinen THW-Grundausbildung findet die fachspezifische Ausbildung zum Bergungstaucher statt.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Stufen:

Stufe I

Der Bergungstaucher Stufe 1 wird für Such- und Bergungseinsätze in Tiefen bis zu 10 m mit Vollgesichtsmaske eingesetzt, Ausbildungsinhalte sind u.a.:

  • Tauchen mit Signalleine, Trockentauchanzug und Vollgesichtsmaske.
  • Selbst- und Kameradenrettung
  • Einsatz als Sicherungstaucher
  • leichte Arbeiten unter Wasser

Stufe II

Der Bergungstaucher Stufe 2 führt selbstständig Such-, Berge und Arbeitseinsätze in einer Tiefe bis zu 20 m mit Vollgesichtsmaske durch, Ausbildungsinhalte sind u.a.:

  • Bergen von Gegenständen mit Hebesäcken bis 500 kg Tragkraft
  • Tauchen unter erschwerten Bedingungen wie Eis, Strömung, Dunkelheit, Nullsicht oder im Bereich von Unterwasserhindernissen
  • Bergen von verunglückten Personen
  • Fortbildungen zum Tauchen mit Zusatzausrüstungen und für Taucheinsätze in Tiefen bis zu 30 m

Stufe III

Aufgabe des Bergungstauchers der Stufe 3 ist es, schwere Unterwasserarbeiten mit dem Helmtauchgerät durchzuführen, Ausbildungsinhalte sind u.a.:

  • Technische Arbeiten mit pneumatischen und hydraulischen Werkzeugen wie z.B. Ketten- und Ringsägen, Abbruch- und Bohrhammern, Bohrgeräten)
  • Brennschneiden mit Sauerstoffkernlanzen
  • Saugen und Spülen von Sediment oder Gestein
  • Bergen von Gegenständen mit Hebesäcken über 500 kg Tragkraft
  • Personenbergung unter erschwerten Bedingungen

Der bundesweite Lehrgang zum Bergungstaucher Stufe 3 findet in Percha am Starnberger See im Pioniertaucherausbildungszentrum der Bundeswehr statt.